Band 8: "Wiener Dioskurides" um 512

Band 8: "Wiener Dioskurides" um 512
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Produktinformationen "Band 8: "Wiener Dioskurides" um 512"

Band 8 der Reihe Glanzlichter der Buchkunst
Entstehungszeit: um 512, Konstantinopel

2 Bände

Eines der ältesten Bücher, die wir kennen, ist eine pharmakologisch-zoologische Sammelhandschrift: der sogenannte Wiener Dioskurides.

Der um 512 n. Chr. entstandene Codex zählt zu den wichtigsten Quellenwerken für die Geschichte der antiken Naturwissenschaften und weist eine nahezu ungebrochene Rezeption bis weit in die Neuzeit hinein auf.

Der erste Teil des 8. Bandes der Reihe Glanzlichter der Buchkunst enthält fol. 1r-243v.

Eine der wertvollsten illuminierten Handschriften der Spätantike ist ein in Konstantinopel entstandenes Pflanzenbuch aus dem 6. Jh., das nach seinem heutigen Aufbewahrungsort Wiener Dioskurides genannt wird. Seinem Inhalt nach stellt dieser Codex eine Beschreibung von zahlreichen Heilpflanzen dar, die zum größten Teil auch bildlich dargestellt sind und als Vollminiaturen jeweils eine ganze Seite bedecken. Ebenso wie die faszinierenden Darstellungen von Menschen und Tieren geben sie ein Zeugnis von der hohen Kunst der Buchmalerei im Byzantinischen Reich.

In der Textüberlieferung einem Herbarium des griechischen Arztes Dioskurides Pedanios (1. Jh. n. Chr.) mit Einschüben aus Schriften anderer Autoren und einigen ebenfalls sehr bedeutenden Anhängen bildet der Wiener Dioskurides ein nahezu unerschöpfliches Quellenwerk für die Geschichte der antiken Naturwissenschaften und der frühbyzantinischen Kultur.

Der Codex hatte eine jahrhundertelange Nachwirkung; ist er doch zum Ahnherrn zahlreicher Pflanzen- und Kräuterbcher des Mittelalters und noch der beginnenden Neuzeit geworden. Er selbst trägt die Spuren jahrhundertelanger Benutzung durch griechische, lateinische, türkische, orientalische und jüdische Ärzte und belegt so die lange Wertschtzung antiker Pharmakologie. Selbst in der modernen Zeit, in der ein neues Interesse an den Kräften von Heilpflanzen erwacht ist, wird dem Wiener Dioskurides noch große Aufmerksamkeit geschenkt. Wegen seines Wertes wurde der Codex im Jahre 1998 von der UNESCO in das Weltkulturerbe der Menschheit aufgenommen.

Österreichische Nationalbibliothek, Wien,
Codex Med. gr. 1.

Graz 1999, Bildteil 486 Seiten (fol. 1r-243v),
92 Seiten Kommentar von Otto Mazal,
Format: 19,7 x 16,7.

 

Der zweite Teil des 8. Bandes der Reihe Glanzlichter der Buchkunst enthält fol. 244r-485v.

 

Eine der wertvollsten illuminierten Handschriften der Spätantike ist ein in Konstantinopel entstandenes Pflanzenbuch aus dem 6. Jh., das nach seinem heutigen Aufbewahrungsort "Wiener Dioskurides" genannt wird. Seinem Inhalt nach stellt dieser Codex eine Beschreibung von zahlreichen Heilpflanzen dar, die zum grössten Teil auch bildlich dargestellt sind und als Vollminiaturen jeweils eine ganze Seite bedecken. Ebenso wie die faszinierenden Darstellungen von Menschen und Tieren geben sie ein Zeugnis von der hohen Kunst der Buchmalerei im Byzantinischen Reich.

 

In der Textüberlieferung - einem Herbarium des griechischen Arztes Dioskurides Pedanios (1. Jh. n. Chr.) mit Einschüben aus Schriften anderer Autoren und einigen ebenfalls sehr bedeutenden Anhängen - bildet der Wiener Dioskurides ein nahezu unerschöpfliches Quellenwerk für die Geschichte der antiken Naturwissenschaften und der frühbyzantinischen Kultur.

 

Der Codex hatte eine jahrhundertelange Nachwirkung; ist er doch zum Ahnherrn zahlreicher Pflanzen- und Kräuterbücher des Mittelalters und noch der beginnenden Neuzeit geworden. Er selbst trägt die Spuren jahrhundertelanger Benutzung durch griechische, lateinische, türkische, orientalische und jüdische Ärzte und belegt so die lange Wertschätzung antiker Pharmakologie. Selbst in der modernen Zeit, in der ein neues Interesse an den Kräften von Heilpflanzen erwacht ist, wird dem Wiener Dioskurides noch große Aufmerksamkeit geschenkt. Wegen seines Wertes wurde der Codex im Jahre 1998 von der UNESCO in das Weltkulturerbe der Menschheit aufgenommen.

 

Ein Zeugnis der byzantinischen Buchmalerei
Die Datierung der Handschrift um 512 n. Chr. und ebenso die Lokalisierung in ein Atelier in Konstantinopel lässt sich durch das Widmungsbild zu Beginn der Handschrift bestimmen. Auf ihm ist die byzantinische Prinzessin Juliana Anikia dargestellt, die im Stadtteil Honoratae von Konstantinopel eine Kirche gestiftet hatte und zum Dank dafür von den Bürgern den kostbaren Codex gewidmet erhielt.

 

Eine unschätzbare Quelle für Naturwissenschaft, Buchkunst und Philologie

 

Der größte Teil der Handschrift wird von einer alphabetisch angeordneten Fassung des Pflanzenbuches des Arztes und Botanikers Dioskurides Pedanios eingenommen. 383 Heilpflanzen werden in griechischer Majuskelschrift, die in der Forschung als Bibelmajuskel bezeichnet wird, beschrieben. Oftmals finden wir daneben auch Umschriften in die neu entwickelte Minuskelschrift, da die alte Majuskelschrift mit der Zeit zusehends schwerer lesbar wurde.

 

In einem didaktisch äußerst guten Aufbau ist dem erklärenden Text die bildliche Darstellung der Pflanzen gegenübergestellt. Diese Darstellungen füllen zumeist die ganze Seite aus und sind in Deckfarbenmalerei ausgeführt. Zusammen mit den 66 Bildern giftiger Tiere und den 47 Vogeldarstellungen sind sie als treffliche Kopien späthellenistisch-römischer Vorlagen von unschätzbarem Wert, da entsprechende antike Originale verloren sind.

 

Auf das den größten Teil der Handschrift einnehmende Herbarium folgen einige Annexe, darunter ein anonymes Gedicht über die Kräfte der den Göttern geweihten Pflanzen (Carmen de viribus herbarum) und vier Paraphrasen zu naturkundlichen Werken der Antike: die Paraphrase des Euteknios zu den "Theriaka" des Nikandros von Kolophon mit Darstellungen von Pflanzen und wilden Tieren (Schlangen, Skorpionen, Spinnen), die Paraphrase desselben Autors zu den "Alexipharmaka" des Nikandros, eine anonyme Paraphrase der "Halieutika" des Oppianos und eine anonyme Paraphrase der "Ornithiaka" des Dionysios von Philadelphia mit zahlreichen Vogeldarstellungen, die für die Entwicklung der zoologischen Illustration von großer Bedeutung sind. Einige kleine Fragmente eines Menaion, einer liturgischen Handschrift mit Lebensbeschreibungen von Heiligen, stellen einen inhaltlichen Fremdkörper dar und bilden den Abschluss der Handschrift.

 

Eine in ihrer Art einzigartige Handschrift

 

Von der großen Wertschätzung und der jahrhundertelangen Bentzung der Handschrift zeugen die zahlreichen Eintragungen und Beischriften von späteren Händen in griechischer, lateinischer, jüdischer, persischer, türkischer und arabischer Sprache. Denn diese Sammelhandschrift vereinte unter Heranziehung unterschiedlichster Quellen die gesamten Ergebnisse der griechischen Forschungen auf dem Gebiet der Pharmazie und angewandten Botanik. So blieb der Wiener Dioskurides viele Jahrhunderte uneingeschränkte Autorität für alle medizinisch-pharmazeutischen Belange.

 

sterreichische Nationalbibliothek, Wien,
Codex Med. gr. 1.

Graz 1999, Bildteil 484 Seiten (fol. 244r-485v),
125 Seiten Kommentar von Otto Mazal,
Format: 19,7 x 16,7.

 

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