Band 14: "Wolfram von Eschenbachs Willehalm" 2 Bände, um 1320

Band 14: "Wolfram von Eschenbachs Willehalm" 2 Bände, um 1320
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Produktinformationen "Band 14: "Wolfram von Eschenbachs Willehalm" 2 Bände, um 1320"

Band 14/1 & 14/2 der Reihe Glanzlichter der Buchkunst

Entstehungszeit des Codex: um 1320, Westdeutschland.

Misst man die Bekanntheit mittelalterlicher Ritterepen an der Anzahl berlieferter Codices, dann war Wolframs Willehalm fast so beliebt wie sein Parzival. Was aber die künstlerische Ausstattung deutscher Ependichtungen betrifft, berragt der Willehalm alle anderen Werke. Der Aufwand war derart hoch, dass einige Exemplare aus Zeit- oder Geldmangel nicht fertiggestellt werden konnten. Von den wenigen erhaltenen illuminierten Willehalm-Ausgaben ist der Codex Vindobonensis 2670 die einzige mit einem vollständigen Bilderzyklus zu allen drei Teilen dieser Sammelhandschrift:

- der Willehalmdichtung des Ulrich von dem Torlin,
- Wolframs Willehalm und dem
- Rennewart aus der Feder Ulrichs von Torheim.

Zwischen den ersten beiden Teilen finden sich noch zwei kleine Werke des Strickers. Die insgesamt 117 Miniaturen sind mit kräftigen Deckfarben auf poliertem Goldgrund ausgeführt. Als Bildthemen sind mit Vorliebe Momente des religiösen oder des höfischen Zeremoniells ausgewählt worden, dadurch bieten uns die Miniaturen ber den Genuss der dekorativen Gestaltung auch eine reiche Information ber die Kultur und Sitten des Mittelalters.

Eines der berühmtesten literarischen Werke des Mittelalters

Dieses wohl berühmteste höfische Epos des Mittelalters zählt zu den meistgelesenen Dichtungen der Geschichte. Es wurde zu Beginn des 13. Jh.s von Wolfram von Eschenbach (1170-1220) verfasst, dem wohl bedeutendsten Vertreter mittelhochdeutscher Epik. Obwohl über sein Leben sehr wenig bekannt ist, gilt es doch als sicher, da er dem Adelsstand angehörte. Seine herausragenden literarischen Werke inspirierten viele Literaten der folgenden Jahrhunderte.

Als Vorlage fr sein berühmtes Werk diente Wolfram eine französische Chanson de Geste aus dem 12. Jh. Der historisch gesicherte Wilhelm von Orange - Willehalm - hielt 793 nach vorangegangener Niederlage bei Narbonne und Carcassonne die Sarazenen auf.

Willehalm verteidigt seine Gemahlin Gyburc, die getaufte Tochter des Heidenknigs Terramer, gegen das zu ihrer Befreiung angerückte Heidenheer; sie hatte Willehalm zuvor aus der Gefangenschaft befreit und war ihm in seine Heimat gefolgt. In der ersten Schlacht unterliegen die Christen. In den Vordergrund rückt dann die Gestalt des jungen Rennewart, des Bruders von Gyburc. Er tritt in Willehalms Dienste und trägt in der zweiten Schlacht mit gewaltigen Keulenschlägen entscheidend zum Sieg der Christen bei.

Dieses große Thema mittelhochdeutscher Dichtung, der Kampf zwischen Christen und Heiden, wird zwar im Willehalm im Sinne der Kreuzzugsideologie als Kampf zwischen Gottes- und Teufelsreich aufgenommen, zugleich durchbricht Wolfram aber dieses Denkschema. Erstmals besitzen die Heiden eine eigene religiös-ethische Bindung als ebenfalls von Gott geschaffene Geschöpfe, ihnen wird Ebenbürtigkeit mit den Christen zugestanden. Eng verkünpft mit klassischen Elementen höfischer Minne - dem Werben um die Gunst des angebeteten Edelfräuleins - entsteht so ein faszinierendes Bild des höfischen Lebens in mittelhochdeutscher Sprache.

117 goldene Miniaturen

Unsere Handschrift ist die wohl schönste Version des Willehalm. Die Wirkung verdankt sie eindeutig ihrem Buchschmuck: Unzählige farbige Initialen, 22 Prachtinitialen und nicht weniger als 117 Miniaturen veranschaulichen den spannenden Inhalt des Epos und fhren gleichzeitig in die faszinierende Welt höfischer Minne ein.


Kommentar: F.P. KnappBand 14.1:
Graz 2005, 292 Seiten Reproduktionen.112 Seiten Kommentar von F. P. Knapp, 14 x 19,5 cm

Band 14.2:
Graz 2005, 292 Seiten Reproduktionen. 60 Seiten Kommentar von F. P. Knapp, 14 x 19,5 cm

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